Das Projekt und seine Ziele

Essipong?

Wer den Namen im Internet nachschlägt, stößt auf ein 2008 neu erbautes Fußballstadion und erfährt, dass Essipong ein Stadtteil von Sekondi-Takoradi – der mit einer Drittelmillion Einwohnern drittgrößten Stadt Ghanas ist. Essipong ist auch die Heimat von Pfarrer Dr. John Kennedy Mensah, der nach vielen in Europa verbrachten Studien- und Berufsjahren seit 2011 im Nordschwarzwälder Kurort Bad Wildbad als Seelsorger wirkt. Hier hat er auch das medizinische Hilfsprojekt für Ghana ins Leben gerufen, welches nach seinem Heimatort benannt wurde.

Das Vereinsziel besteht in medizinischer Hilfe für arme Bevölkerungsschichten der Region um Essipong. Genauer: Die Unterversorgung mit medizinischen Diagnosegeräten soll gemindert werden.

UntersuchungDas glanzvolle Stadion und die ärmlichen Straßenszenen – beides im Internet zu sehen – sind zwei Seiten derselben Medaille, die sich gleichermaßen auch in der medizinischen Versorgung zeigen: Trotz der bestehenden allgemeinen Krankenversicherung ist es den ärmeren Bevölkerungsschichten nicht möglich, eine effektive Behandlung ihrer Krankheiten zu erhalten. Es fehlt an elementaren Voraussetzungen: Den Ärzten stehen kaum Diagnosegeräte zur Verfügung. Eine mündliche Anamnese scheitert oft an Sprachbarrieren (in der Stadt Sekondi-Takoradi werden sieben verschiedene Sprachen und mehrere Dialekte gesprochen). Deshalb kann eine zielführende medizinische Behandlung sehr oft nicht durchgeführt werden. Menschen sterben, weil ihre Krankheiten nicht erkannt werden.

Was will der Verein „Essipong“ dagegen tun?

Der Förderverein unterstützt den Bau und den Betrieb eines medizinischen Diagnosezentrums in Sekondi–Takoradis Stadtteil Essipong. Nach Fertigstellung des Gebäudes wird er Diagnosegeräte in Deutschland erwerben und nach Ghana schicken. Auch die Fortbildung des medizinischen Personals und die Schulung auf den Gebrauch dieser Geräte werden von Deutschland aus unterstützt.

Wie sind die medizinischen und verwaltungsmäßigen Strukturen des Projektes in Ghana beschaffen?

Die Tätigkeit des Zentrums wird in enger Kooperation mit dem in der Nähe befindlichen staatlichen Krankenhaus und mit den niedergelassenen Ärzten gesehen. Konkret sollen die Ärzte und das Krankenhaus ihre Patienten an das Diagnosezentrum überweisen. Dort erhalten sie einen schriftlichen Befund und begeben sich zur Weiterbehandlung zurück zu ihrem Arzt oder in das Krankenhaus.

Das medizinische Personal des Zentrums besteht aus ehrenamtlich tätigen Ärzten und Schwestern. Für die technische Betreuung der Geräte, deren Wartung, Pflege und Reparatur konnte – ebenfalls auf ehrenamtlicher Basis – ein ausgewiesener Fachmann gewonnen werden.

Das Diagnosezentrum wird organisatorisch dem Bistum Sekondi–Takoradi angegliedert. Dieses übernimmt die Verwaltung in seine Regie und sorgt für den Unterhalt des Gebäudes.